EZB-Bankenaufsicht

Die EZB-Bankenaufsicht ist der einheitliche Aufsichtsmechanismus (SSM), in dem die Europäische Zentralbank und die nationalen Aufseher die Banken des Euroraums gemeinsam beaufsichtigen. Die bedeutenden Banken beaufsichtigt die EZB direkt aus Frankfurt. In Deutschland beaufsichtigen BaFin und Bundesbank die übrigen Banken, unter Aufsicht der EZB.

Wie der einheitliche Aufsichtsmechanismus begann

Der einheitliche Aufsichtsmechanismus nahm am 4. November 2014 die Arbeit auf. Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates, die der EZB besondere Aufgaben bei der Aufsicht über Kreditinstitute überträgt und ihr Aufsichtsgremium schafft. Das Gremium bereitet die Aufsichtsbeschlüsse vor, der EZB-Rat erlässt sie.

Die EZB wendet europäisches Bankenrecht an, vor allem die Eigenkapitalverordnung und -richtlinie mit ihren Regeln zu Kapital, Risikomanagement und Governance. Auf der Seite zum Rechtsrahmen nennt sie ihre eigenen Instrumente: die SSM-Rahmenverordnung zu Verfahren, Beschlüsse an einzelne Banken, Leitlinien und Weisungen an nationale Aufseher sowie Empfehlungen.

Welche Banken die EZB direkt beaufsichtigt

Eine Bank ist bedeutend und wird von der EZB beaufsichtigt, wenn sie eines der Kriterien für den Bedeutungsstatus erfüllt. Eine Bilanzsumme über 30 Mrd. Euro genügt. Bedeutend ist auch eine Bank mit über 5 Mrd. Euro Bilanzsumme, deren grenzüberschreitende Aktiva oder Passiva in anderen teilnehmenden Ländern 20 % übersteigen. Weitere Gründe sind wirtschaftliche Bedeutung für Land oder EU, Hilfen des Europäischen Stabilitätsmechanismus und ein Platz unter den drei größten Banken eines Landes.

Für jede bedeutende Bank gibt es ein gemeinsames Aufsichtsteam mit Fachleuten von EZB und nationalen Aufsehern. In Deutschland sind das BaFin und Bundesbank, die die laufende Aufsicht über Banken führt, Kapital und Liquidität prüft und Prüfungen vor Ort durchführt. Alle anderen deutschen Banken, die weniger bedeutenden Institute, bleiben bei BaFin und Bundesbank; die EZB überwacht, wie sie beaufsichtigt werden.

Was die Aufsicht verlangt

Einmal im Jahr bewertet der aufsichtliche Überprüfungs- und Bewertungsprozess (SREP) Geschäftsmodell, Governance, Kapital und Liquidität jeder Bank, und das Ergebnis legt ihre Kapitalanforderung über dem gesetzlichen Minimum fest. Die Seite zu ICAAP und SREP in Deutschland geht die Schritte durch, Basel III in Deutschland erklärt die Kapitalregeln dahinter.

Vieles läuft über Software. Banken reichen Anträge und Anzeigen über Portale der EZB ein, und die EZB-Bankenaufsicht baut eigene Werkzeuge, um Meldungen und Dokumente auszuwerten. Die Seite zu Suptech in Europa nennt diese Werkzeuge, Modellrisikomanagement erklärt, was die Aufsicht von internen Modellen erwartet.

Kommende Risk- und Compliance-Events in Frankfurt

Wo Aufseher und Banker sich treffen

Die EZB veranstaltet eine eigene Supervision Innovators Conference, auf der Aufseher, Privatwirtschaft und Wissenschaft über Aufsichtstechnologie sprechen; Details stehen unter Suptech in Europa. Aufsichtsthemen kommen auch bei Frankfurt Digital Finance vor, einer Konferenz mit Finance Loop als Partner.

Bei Finance-Loop-Events in Frankfurt treffen die Risiko-, Compliance-, Melde- und Datenteams der Banken auf die Technologiefirmen, die ihre Werkzeuge bauen. Risikomanagement in Frankfurt und Compliance in Frankfurt beschreiben diese Gruppen in der Stadt.

Was ist der einheitliche Aufsichtsmechanismus?

Der einheitliche Aufsichtsmechanismus (SSM) ist die Bankenaufsicht im Euroraum aus EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden der teilnehmenden Länder. Er arbeitet seit dem 4. November 2014 auf Grundlage der Verordnung (EU) Nr. 1024/2013, die EZB nennt ihn EZB-Bankenaufsicht.

Welche deutschen Banken beaufsichtigt die EZB?

Die deutschen Bankengruppen, die die Kriterien für den Bedeutungsstatus erfüllen, etwa eine Bilanzsumme über 30 Mrd. Euro. Die EZB veröffentlicht die Liste der beaufsichtigten Banken. Sparkassen, Genossenschaftsbanken und die meisten kleineren Privatbanken beaufsichtigen BaFin und Bundesbank.

Was unterscheidet die EZB-Bankenaufsicht von der BaFin?

Die EZB beaufsichtigt die bedeutenden Banken des Euroraums direkt, mit Teams, in denen auch BaFin und Bundesbank sitzen. Die BaFin beaufsichtigt mit der Bundesbank die weniger bedeutenden deutschen Banken und bleibt Aufsicht für Versicherer, Zahlungsinstitute, Wertpapierinstitute und Kryptodienstleister, die die EZB nicht beaufsichtigt.

Wo sitzt die EZB-Bankenaufsicht?

In Frankfurt am Main, bei der Europäischen Zentralbank. Ihr Aufsichtsgremium bereitet die Beschlüsse vor, der EZB-Rat erlässt sie.

EZB-Bankenaufsicht und Finance Loop

Finance Loop behandelt Bankenaufsicht im Feld Risk & Compliance, wo Kapitalregeln, Aufsichtsmeldungen, Modellrisiken und DORA auf die Software treffen, die Banken einkaufen. Finance-Loop-Events finden in Frankfurt statt, in derselben Stadt wie die EZB-Bankenaufsicht, das Frankfurter Büro der BaFin und die Bundesbank.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.

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