European Payments Alliance: nationale Bezahl-Apps über Grenzen hinweg

Die European Payments Alliance (EuroPA) verbindet nationale mobile Bezahldienste, damit deren Nutzer einander grenzüberschreitend per Telefonnummer bezahlen können. Ihre Mitglieder betreiben die Konto-zu-Konto-Apps Spaniens, Italiens, Portugals, Skandinaviens, Polens und Griechenlands. Mit der European Payments Initiative und ihrer Wallet Wero baut die Allianz einen gemeinsamen Hub.

Gründer, Mitglieder, Reichweite

Bancomat aus Italien, Bizum aus Spanien und SIBS, der portugiesische Betreiber von MB WAY, unterzeichneten im Dezember 2023 eine Absichtserklärung, so Wikipedia (auf Englisch). Am 31. März 2025 gingen Zahlungen zwischen den drei Diensten in Betrieb. Später kamen Vipps MobilePay und Blik hinzu, danach IRIS aus Griechenland. In einer Mitteilung vom November 2025 (auf Englisch) nannte die Allianz über 100 Millionen Nutzer in zehn Ländern und ein interoperables, voll souveränes System als Ziel.

Jedes Mitglied behält App, Marke und nationale Regeln. Die Verbindung läuft darunter, über Konto-zu-Konto-Zahlungen auf den SEPA-Echtzeitschienen und ihren nationalen Gegenstücken.

Der Hub mit EPI und Wero

EuroPA und die European Payments Initiative, das Unternehmen hinter Wero, kündigten im Juni 2025 ihre Zusammenarbeit an. Im September 2025 nannten sie den Plan eines zentralen technischen Hubs (auf Englisch) auf europäischen Standards. Am 2. Februar 2026 unterzeichneten Bancomat, Bizum, EPI, SIBS und Vipps MobilePay ein Memorandum: rund 130 Millionen Nutzer in 13 Ländern, zuerst Zahlungen zwischen Personen, dann E-Commerce und Ladenkasse (EMPSA, auf Englisch).

Laut Börsen-Zeitung gründeten die fünf das Gemeinschaftsunternehmen European Network for Payments zu gleichen Teilen mit Sitz in Madrid, das den gemeinsamen Hub betreibt.

Warum Banken das verfolgen

Die EZB stellte fest (auf Englisch), dass 13 Euro-Länder bei Kartenzahlungen ganz auf internationale Card Schemes angewiesen sind, und sieht darin eine Frage der strategischen Autonomie. Die Apps der EuroPA-Mitglieder decken Zahlungen im Inland schon ohne Karte ab. Verbunden ermöglichen sie das Bezahlen im Ausland auf europäischen Schienen.

Kommende Events zu Payments

Gehört Wero zur European Payments Alliance?

Wero gehört zur European Payments Initiative, die kein EuroPA-Mitglied ist. EPI und die EuroPA-Mitglieder haben das Memorandum gemeinsam unterzeichnet und wollen Wero über den Hub mit den nationalen Apps verbinden.

Welche Länder deckt EuroPA ab?

Spanien und Andorra mit Bizum, Italien mit Bancomat, Portugal mit MB WAY, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden mit Vipps MobilePay, Polen mit Blik und Griechenland mit IRIS. Mit Wero kommen Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande hinzu.

Ersetzt EuroPA Visa und Mastercard?

Nicht direkt. Die Mitglieder bewegen Geld zwischen Bankkonten und nutzen kein Kartennetz. Die Verbindung deckt zuerst Zahlungen zwischen Personen ab. Grenzüberschreitendes Einkaufen online und im Laden ist der nächste Schritt.

European Payments Alliance und Finance Loop

Finance Loop bringt die Fachleute aus deutschen Banken und Zahlungsdienstleistern zusammen, die entscheiden, wie Wero und die europäischen Konto-zu-Konto-Apps zu ihren Kunden kommen. Mit Venturebloxx erarbeitet Finance Loop den Bericht The Future of Money in Europe.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.

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