Das Kartenterminal im Handel

Am Kartenterminal treffen Karte oder Handy auf die Kasse. Ende 2025 waren in Deutschland 1,344 Millionen girocard-Terminals aktiv, und fast neun von zehn girocard-Zahlungen daran liefen kontaktlos. Termine stehen im Kalender unten.

Vom Terminal zum Acquirer

Die Kasse schickt den Betrag ans Terminal, das Terminal liest die Karte per Chip oder NFC und fragt die Autorisierung an, die Bank der Karte gibt frei oder lehnt ab, und freigegebene Zahlungen gehen meist am Tagesende gesammelt ins Settlement, abzüglich Interchange, Scheme-Gebühren und Marge des Acquirers (Solidgate, auf Englisch). Eine Zahlung vor Ort fällt meist in eine günstigere Interchange-Klasse als online; die Gebühren stehen auf der Seite zu Scheme-Gebühren.

Für die girocard lässt die Deutsche Kreditwirtschaft jeden Terminaltyp zu. Ihre Liste zugelassener girocard-Terminals nennt pro Modell die Kassenschnittstelle, etwa ZVT, und die zugelassenen Funktionen: girocard kontaktbehaftet und kontaktlos, Reservierung eines Betrags, Cashback, Trinkgeldeingabe und ob das Terminal bedient oder unbedient ist.

Was ein Terminal den Händler kostet

Die Übersicht der IHK Pfalz zu Kartenterminals nennt typische Werte: ein gemietetes stationäres Terminal kostet etwa 6 bis 14 Euro im Monat plus Servicegebühr, jede Zahlung etwa 7 bis 12 Cent plus einen Anteil am Betrag, rund 0,2 bis 0,27 Prozent bei der girocard mit PIN und 1,5 bis 3 Prozent bei Kreditkarten. Für Kreditkarten braucht es einen eigenen Vertrag mit einem Acquirer. Die IHK warnt vor langen Laufzeiten und Gebühren für Updates.

Wo neue Technik an die Kasse kommt

Kontaktlos per NFC ist die Regel: 88,5 Prozent der girocard-Zahlungen liefen im Dezember 2025 so (IT Finanzmagazin). Handy-Wallets wie Apple Pay senden einen Token statt der Kartennummer, und SoftPOS macht das Handy des Händlers zum Terminal; mit der girocard geht das, seit die Sparkassen die Zulassung für Tap to Pay auf dem iPhone erhielten.

Die nächste Änderung kommt von Konto-zu-Konto-Zahlungen. Unit Economics nennt Pix in Brasilien und UPI in Indien als Echtzeitsysteme, die Händlern die Kosten des Bezahlens gesenkt haben (Unit Economics, auf Englisch). In Europa baut Wero auf SEPA-Echtzeitüberweisungen auf, und der digitale Euro ist auch für Zahlungen an der Kasse geplant.

Kommende Payments-Events in Deutschland

Finance Loop, der Treffpunkt für Zahlungen an der Kasse

Finance Loop ist der Treffpunkt für alle, die in Deutschland Zahlungen an der Kasse betreiben: Acquirer, Netzbetreiber für Terminals, die Zahlungsdienstleister der Sparkassen und Genossenschaftsbanken, Händler und Fintechs mit SoftPOS und Wallets. Es verbindet die Finance-, IT- und KI-Communitys in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg.

Visa ist Event- und Netzwerkpartner von Finance Loop. In Frankfurt, wo Finance Loop in Zusammenarbeit mit dem TechQuartier entsteht, sitzt EURO Kartensysteme, der Betreiber der girocard.

Was ist eine Zahlung am Point of Sale?

Eine Zahlung vor Ort am Verkaufsort, meist am Terminal mit Karte, Handy oder Uhr. Die Kartennetze werten sie als Zahlung mit vorliegender Karte, meist mit niedrigerer Interchange als online.

Was ist ein POS-Terminal?

Das Gerät, das die Karte liest und die Zahlung zur Autorisierung schickt. Es kann ein Thekengerät sein, ein mobiles Terminal mit WLAN oder Mobilfunk, ein unbedientes Terminal im Automaten oder ein Handy mit SoftPOS-App.

Wofür ist die ZVT-Schnittstelle da?

ZVT verbindet in Deutschland das Kassensystem mit dem Kartenterminal: Die Kasse schickt den Betrag und erhält das Ergebnis. Die Deutsche Kreditwirtschaft führt die ZVT-Version jedes zugelassenen girocard-Terminals.

Müssen Geschäfte Karten annehmen?

Eine allgemeine Pflicht gibt es noch nicht. Die Seite zur Kartenzahlung in Deutschland beschreibt den Plan des Koalitionsvertrags für mindestens eine digitale Zahlungsoption.

Kartenterminals und Finance Loop

Finance Loop behandelt Zahlungen an der Kasse im Track Payments & digitales Geld, von kontaktlosen Karten bis zu SoftPOS und Echtzeitzahlungen. Finance Loop zählt Visa zu seinen Event- und Netzwerkpartnern und entsteht in Zusammenarbeit mit dem TechQuartier in Frankfurt. Termine stehen auf der Event-Seite.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.

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