Tenity in Zürich
Tenity beschreibt sich als „a fintech innovation platform that backs early-stage founders“ und arbeitet mit Banken, Versicherern und anderen Konzernen „at the convergence of fintech, AI, and digital assets“. Gestartet ist Tenity 2015 in Zürich als Open-Innovation-Initiative bei SIX, der Betreiberin der Schweizer Börse, bis 2023 unter dem Namen F10. Tenity investiert in Start-ups und führt Innovationsprogramme für Konzerne von sechs Hubs in Europa und Asien aus.
Von F10 bei SIX zu Tenity
SIX eröffnete 2015 in Zürich einen Inkubator und Accelerator für Fintechs und nannte ihn F10, nach der ersten Adresse an der Förrlibuckstrasse 10. Im Februar 2023 wurde aus F10 Tenity. Laut finews (auf Englisch) hatte SIX zuvor in einer Finanzierungsrunde die Mehrheit an neue Investoren abgegeben, darunter Five T Fintech und Synpulse, und die sechs Managing Partner beteiligten sich. SIX blieb Investorin und strategische Partnerin. Tenity selbst beschreibt den Schritt als Abspaltung von SIX mit Management-Buy-out.
Tenity zählt mehr als 1.600 betreute Start-ups und über 65 institutionelle Partner. Als globale strategische Partner nennt Tenity SIX Group, UBS und Ripple, als Investitions- und Kooperationspartner unter anderem Visa, Generali, Cembra und die KB Financial Group.
Wagniskapital und Programme
Tenity arbeitet in zwei Linien. Die erste ist Wagniskapital: 140 Millionen US-Dollar verwaltetes Vermögen, Erstinvestments von 100.000 bis 1,5 Millionen Dollar, Runden von Pre-Seed bis Series A in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Im Portfolio liegen mehr als 200 Unternehmen, zwei davon mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet.
Die zweite Linie sind Innovationsprogramme im Auftrag von Konzernen und Regierungen, etwa das Visa Innovation Program Europe und HackZone by Allianz. Für Gründer gilt nach Angaben von Tenity: Manche Programme kosten keine Anteile, andere sind mit einem Investment verbunden. Dazu kommen mehr als 400 Mentoren. Der Zürcher Hub veranstaltet auch Hackathons: SwissHacks, laut Tenity der führende staatlich unterstützte Fintech-Hackathon der Schweiz, und StableHacks für Stablecoin-Lösungen institutioneller Anbieter.
KI und digitale Assets im Portfolio von Tenity
Tenity veröffentlicht zwei Investmentthesen für Finanzdienstleistungen. Bei KI geht es um „the intelligence layer of financial services“, die Software unter Finanzentscheidungen, die KI trifft oder vorbereitet. Bei digitalen Assets nennt Tenity vier Felder: Regulatory Technology wie KYC- und AML-Infrastruktur und digitale Identität; Tokenisierung von Krediten, Versicherungsrisiken, Handelsfinanzierung und Immobilien; On-Chain-Finance mit Stablecoin-Zahlungswegen, Verwahrung und Treasury-Werkzeugen; und KI-Agenten, die auf Blockchains arbeiten.
Banken in Deutschland begegnen denselben Themen unter MiCA und der deutschen Aufsicht. Die Seiten zu Stablecoins für Banken und Stablecoin-Zahlungen beschreiben die europäische Seite.
Sechs Hubs, Zürich als erster
Tenity betreibt Hubs in Zürich, London, Madrid, Istanbul, Singapur und Hongkong. Zürich, wo das Unternehmen begann, liegt Deutschland und Österreich am nächsten. Die Zürich-Seite (auf Englisch) beschreibt eine Stadt, die „eats, sleeps and breathes finance“, und bietet Gründern Coworking im Hub. Das Schweizer Umfeld aus Banken und Krypto beschreiben Fintech in Zürich und Crypto Valley.
Gemeinsam mit Finanz und Wirtschaft Forum hat Tenity die Swiss Fintech Week gestartet. Sie bündelt jeden Juni die Schweizer Fintech-Veranstaltungen in Zürich, und Tenity richtet die Startup Night aus, auf der die Swiss Fintech Awards vergeben werden.
Kommende Fintech-Termine in der Schweiz
Ist Tenity dasselbe wie F10?
Ja. F10 hieß der Inkubator und Accelerator, den SIX in Zürich gegründet hat, 2023 wurde er in Tenity umbenannt. Wer nach „f10 fintech“ oder „f10 zürich“ sucht, landet beim selben Unternehmen.
Nimmt Tenity Anteile?
Das hängt vom Programm ab. Laut Tenity kosten manche Programme keine Anteile, andere sind mit einem Investment oder einer längeren Partnerschaft verbunden, und jede Programmseite nennt ihre Bedingungen. Der Venture-Capital-Arm investiert von Pre-Seed bis Series A.
Wo sitzt Tenity?
Tenity stammt aus Zürich und hat Hubs in Zürich, London, Madrid, Istanbul, Singapur und Hongkong. Einen Hub in Deutschland oder Österreich nennt die Website nicht, Gründer aus diesen Ländern treffen Tenity also in Zürich oder auf der Swiss Fintech Week.
Tenity und Finance Loop
Finance Loop verbindet die Finanz-, IT- und KI-Communities in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg. Wer deutsche Banken und Vermögensverwalter erreichen will, kann Mitglied werden, ein Meetup oder ein Webinar sponsern oder als Delegation nach Frankfurt kommen. Fintech Growth und Fintech-Marketing zeigen, wie Finance Loop beim Eintritt in den deutschen Markt hilft.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.