Die SEPA-Überweisung: das Regelwerk für Euro-Überweisungen

Die SEPA-Überweisung ist das Verfahren für Euro-Überweisungen zwischen Zahlungskonten im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Der Zahler stößt sie an, seine Bank sendet sie, und die Bank des Empfängers muss das Geld binnen eines Geschäftstags haben. Die Echtzeitvariante SCT Inst schafft das in etwa zehn Sekunden.

Was das Verfahren festlegt und seit wann

Laut Bundesbank gibt es die SEPA-Überweisung seit dem 28. Januar 2008. Seit Januar 2012 darf die Ausführung höchstens einen Bankgeschäftstag dauern, bei einem Überweisungsträger aus Papier zwei. Im Februar 2014 löste sie die nationalen Überweisungen in den Euro-Ländern ab, und seit dem 1. Februar 2016 genügt innerhalb des EWR die IBAN. Für SEPA-Länder außerhalb des EWR ist weiter der BIC nötig.

Das Verfahren gilt nur für Euro. Die EZB zählt 41 Länder (auf Englisch) zum SEPA-Raum, in und außerhalb der EU. Die Regeln stammen vom European Payments Council, der auch die SEPA-Lastschrift verwaltet, bei der der Empfänger das Geld einzieht.

SCT Inst: dieselbe Überweisung in zehn Sekunden

Die SEPA-Echtzeitüberweisung startete im November 2017 als eigenes Verfahren. Sie läuft rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres und muss die Bank des Empfängers in höchstens zehn Sekunden erreichen. Nach der EU-Verordnung zu Echtzeitzahlungen müssen Banken im Euroraum sie zum Preis einer normalen Überweisung anbieten und vor der Freigabe eine Empfängerüberprüfung durchführen. Mehr dazu unter Echtzeitüberweisung in Europa.

Die Echtzeitvariante erlaubt 140 Zeichen unstrukturierten Verwendungszweck, ebenso die normale Überweisung. Unternehmen reichen beide als ISO-20022-Dateien ein, beschrieben unter SEPA XML.

Wo eine SEPA-Überweisung verrechnet wird

Zwischen zwei Banken läuft eine SEPA-Überweisung über ein Clearinghaus wie STEP2 von EBA Clearing oder den Massenzahlungsverkehr der Bundesbank, und die Salden werden in Zentralbankgeld in T2 ausgeglichen. Echtzeitüberweisungen laufen über TIPS oder RT1. Deshalb hängt eine normale Überweisung an den TARGET-Feiertagen, eine Echtzeitüberweisung nicht.

Kommende Events zu Payments

Wie lange dauert eine SEPA-Überweisung?

Höchstens einen Geschäftstag nach Eingang des Auftrags, wenn er elektronisch erteilt wird, auf Papier zwei. Jede Bank legt eine eigene Annahmefrist am Tag fest; ein Auftrag danach gilt als am nächsten Geschäftstag eingegangen.

Kann man eine SEPA-Überweisung zurückholen?

Nach der Ausführung nicht mehr einseitig. Die Bank des Zahlers kann einen Rückruf senden, etwa bei einer Doppelzahlung, doch die Bank des Empfängers braucht dessen Zustimmung, um das Geld zurückzugeben. Auch deshalb läuft die Empfängerüberprüfung heute vor der Zahlung.

Was unterscheidet eine SEPA- von einer Swift-Überweisung?

Die SEPA-Überweisung ist eine Euro-Zahlung nach einem Regelwerk mit festen Fristen und ohne Abzüge vom Betrag. Eine Swift-Überweisung ist eine Nachricht zwischen Banken, die jede Währung in jedes Land tragen kann und oft über mehrere Korrespondenzbanken läuft, die jeweils Gebühren erheben können.

SEPA-Überweisung und Finance Loop

Finance Loop bringt die Zahlungsverkehrsteams von Banken und Zahlungsinstituten zusammen, die SEPA-Überweisungen abwickeln, und die Treasurer, die sie in großer Zahl senden. Finance Loop unterstützt When Banks Say 'No', ein Frankfurter Seminar zu internationalen Zahlungsströmen, Sanktionen und De-Risking.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risk & Compliance.

Bleiben wir in Kontakt

4.000+ Mitglieder aus Finance und Tech. Werden Sie kostenlos Network Member.

Kostenlose Updates!

Exklusive Event-Einladungen, Vorteile für Mitglieder und News. Jederzeit abbestellbar.

Mit dem Absenden akzeptieren Sie die Bedingungen.