Giesecke+Devrient
Giesecke+Devrient (G+D) ist ein Technologieunternehmen für die Absicherung von Identitäten, Kommunikation und Geld. Zum Angebot gehören Sicherheitstechnik für digitale Verbindungen sowie Zahlungs- und Banknotentechnologie. Kunden sind Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, darunter Banken und Zentralbanken.
Viele Zahlungen setzen voraus, dass ein Nutzer, ein Gerät oder ein Zahlungsmittel zuverlässig geprüft werden kann. G+D entwickelt dafür etwa Technik für Zahlungskarten und digitale Wallets sowie Software zur Authentifizierung. Im Bargeldbereich schützt das Unternehmen Banknoten vor Fälschungen und unterstützt deren Verarbeitung; für digitales Zentralbankgeld entwickelt es ebenfalls technische Systeme.
Banknoten und digitale Sicherheit
Die Giesecke+Devrient GmbH ist die Muttergesellschaft der G+D-Gruppe mit Sitz in München. Die Giesecke+Devrient GmbH wurde am 1. Juni 1852 in Leipzig gegründet und 1948 in München neu aufgebaut, hat Tochterfirmen in 40 Ländern und ist privat, in Familienbesitz und nicht börsennotiert (G+D, auf Englisch). Die Segmente heißen Digital Security, Financial Platforms und Currency Technology. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 700 Geschäftsbanken die Zahlungstechnik von G+D, und 145 Zentralbanken arbeiten mit dem Unternehmen (G+D, auf Englisch).
Der digitale Euro offline
2025 schloss die EZB mit G+D und den Partnern Nexi und Capgemini einen Rahmenvertrag für die Offline-Funktion des digitalen Euro (G+D, auf Englisch). Mit G+D Filia Unplugged lädt man digitale Geld-Token auf eine Chipkarte, eine SIM-Karte oder ein Secure Element im Handy und zahlt von Gerät zu Gerät, auch wenn beide Seiten offline sind. Laut G+D funktioniert das Produkt auch mit Zentralbankgeld für Privatkunden, tokenisierten Einlagen von Banken und Instant-Payment-Systemen (G+D, auf Englisch). Digitaler Euro offline beschreibt die Pläne der EZB dafür.
Retail-CBDC und Zahlungen für Banken
G+D Filia ist das eigene System des Unternehmens für Zentralbankgeld im Privatkundengeschäft. G+D hat es gebaut, weil keine vorhandene Technik die Grundanforderungen erfüllte, darunter Zahlungen ohne Internet und Strom (G+D, auf Englisch). Für Geschäftsbanken deckt das Segment Financial Platforms digitale Zahlungen und Wallets, Authentifizierung und digitalen Handel ab. Im Geschäftsjahr 2025 vereinbarte G+D den Kauf des Geschäfts Payments & Banking Services der Bank-Verlag GmbH; der Kauf wurde im ersten Quartal 2026 abgeschlossen (G+D, auf Englisch). CBDC in Europa vergleicht die Projekte der Zentralbanken.
Kommende Payments-Termine in Europa
Zahlungsverkehr & digitales Geld
Ist Giesecke+Devrient die Bundesdruckerei?
Nein. G+D ist privat und in Familienbesitz, die Bundesdruckerei gehört dem Bund. Beide sind an Veridos beteiligt und arbeiten dort zusammen (G+D, auf Englisch).
Wo sitzt Giesecke+Devrient?
In München. Begonnen hat das Unternehmen in Leipzig, seit 1991 wieder ein Produktionsstandort von G+D.
Digitaler Euro und CBDC
Karten und Zahlungssicherheit
Giesecke+Devrient und Finance Loop
Finance Loop behandelt den digitalen Euro, CBDC und Kartenzahlungen im Bereich Zahlungsverkehr & digitales Geld. Banken, Zahlungsanbieter und Technologiefirmen treffen sich bei Events von Finance Loop in Frankfurt, München und anderen deutschen Städten.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk, das die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen fördert, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance.