Private Markets in Frankfurt

Private Markets umfassen Private Equity, Venture Capital, Private Debt und Real Assets, also Beteiligungen und Kredite, die nicht an der Börse gehandelt werden. In Frankfurt sitzen KfW Capital, Private-Equity-Gesellschaften und Fondsmanager mit Erlaubnis nach dem KAGB. Finance-Loop-Events für Deal-Teams stehen im Kalender unten.

Die Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt, nahe den Private-Markets-Firmen der Stadt

Was Private Markets bedeutet, einfach erklärt

Private Markets umfassen alle Geschäfte, die nie an einer Börse gehandelt werden: Private Equity kauft und restrukturiert etablierte Unternehmen, Venture Capital finanziert junge Startups, Private Debt vergibt Kredite direkt ohne Umweg über eine Bank, und Real-Assets-Fonds halten Immobilien oder Infrastruktur. Anleger binden ihr Geld über Jahre, und ein Fondsmanager entscheidet, in welche Unternehmen oder Werte es fließt.

Frankfurt gehört zu diesem Feld, weil hier ein großer Teil des Geldes verteilt wird, das in Deutschland in Private Equity und Venture Capital fließt. KfW Capital, die Venture-Capital-Tochter der staatlichen Förderbank KfW, sitzt in Frankfurt am Main und investiert in Venture-Capital-Fonds, nicht direkt in Startups; diesen Weg nimmt der Großteil der öffentlichen Co-Investments in Deutschland. Die Frankfurt School of Finance & Management bietet in der Stadt ihr Programm Private Markets One an und bildet Analysten aus, die später in die Deal-Teams der Fonds wechseln.

Private-Equity-Gesellschaften und VC-Häuser in Frankfurt

Die Private-Markets-Branche in Frankfurt wächst neben den Banken und Fondsgesellschaften der Stadt: Viele Fachleute für Buyouts und Growth Equity kommen von der Deutschen Bank oder der Commerzbank, bevor sie zu einem Fonds wechseln, und die DWS Group betreibt ihre Private-Markets-Plattform neben dem Geschäft mit börsennotierten Fonds von Frankfurt aus. Internationale Private-Equity-Häuser unterhalten ein Büro in Frankfurt am Main aus demselben Grund wie Banken und Asset Manager: Hier erreichen sie deutsche institutionelle Anleger, Pensionseinrichtungen und Versicherer, die Kapital für ihre Fonds zusagen.

Der Branchenverband Bundesverband Beteiligungskapital (BVK), englisch German Private Equity and Venture Capital Association, vertritt rund 300 Mitglieder, die meisten davon Beteiligungsgesellschaften für Venture Capital, Buyouts und Wachstumsfinanzierung. Sitz des Verbands ist Berlin.

Erlaubnis und Regeln für einen Private-Markets-Fonds

Wer in Deutschland einen Private-Equity- oder Venture-Capital-Fonds verwaltet, braucht eine Erlaubnis nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), das die EU-Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFMD) in deutsches Recht umsetzt. Ein Verwalter beantragt bei der BaFin entweder die volle Erlaubnis oder, wenn er unter den Schwellenwerten des KAGB bleibt und nur Spezialfonds für professionelle Anleger verwaltet, die leichtere Registrierung, die die meisten deutschen Private-Equity-Manager nutzen.

Die EU überarbeitet diese Regeln mit AIFMD 2.0, und das geplante Fondsmarktstärkungsgesetz soll die Änderungen ins KAGB übertragen, für Verwalter mit voller Erlaubnis wie für registrierte. Wer in Frankfurt neu einen Private-Equity- oder Private-Debt-Fonds aufsetzt, klärt früh, in welche Kategorie ihn verwaltetes Vermögen und Anlegerkreis bringen, denn die Meldepflichten unterscheiden sich deutlich.

Kommende Finanz-Events in Frankfurt

Private Markets und Finance Loop

Finance Loop ist in Frankfurt der Treffpunkt für Menschen aus Private Equity und Venture Capital und für Asset Manager, die von börsennotierten Fonds in Private Markets wechseln. Finance Loop verbindet die Finance-, IT- und KI-Communitys und entsteht in Zusammenarbeit mit TechQuartier und Frankfurt Main Finance.

Finance Loop war Partner des FinTech Founder & Investor Evening, eines Abends für Gründer auf Kapitalsuche und die Investoren, die sie finanzieren, präsentiert von Finteda, der Kanzlei Schalast und dem Softwareanbieter für Vermögensverwaltung Fincite. Verwandte Seiten: Venture Capital in Frankfurt, Asset Management in Frankfurt und Family Offices in Frankfurt.

Was unterscheidet Private Markets von Public Markets?

An den Public Markets werden Aktien und Anleihen an einer Börse gehandelt, die Preise ändern sich laufend, und jeder Anleger kann kaufen. Private Markets handeln mit Beteiligungen, Krediten oder Werten ohne Börsennotiz: Ein Fondsmanager verhandelt den Preis direkt mit dem Verkäufer, und das Geld der Anleger bleibt gebunden, bis der Fonds die Position verkauft, oft erst nach mehreren Jahren.

Was ist Private Markets One an der Frankfurt School?

Private Markets One ist ein Programm der Frankfurt School of Finance & Management für Menschen, die in Private Equity, Venture Capital oder Private Debt arbeiten wollen. Es vermittelt Deal-Analyse und Fondsstrukturierung, wie sie Frankfurts Private-Markets-Häuser erwarten, neben den Programmen der Hochschule zu Asset Management und Blockchain.

Private Markets und Finance Loop

In Frankfurt kommen die größten Banken Deutschlands, die Fondsbranche und öffentliche Wagniskapitalgeber wie KfW Capital zusammen. Finance Loop bringt die Menschen aus Private Equity, Venture Capital und Asset Management bei Events in der Stadt sowie in München, Berlin und Hamburg zusammen. Mehr zum Netzwerk: Über Finance Loop.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld und Risk & Compliance.

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