B2B-Zahlungen

B2B-Zahlungen sind Zahlungen zwischen Unternehmen für Waren und Dienstleistungen. Der Käufer bezahlt üblicherweise eine Rechnung zum vereinbarten Zahlungsziel, nachdem das Unternehmen den Betrag geprüft und freigegeben hat. Der Ablauf verbindet Einkauf, Kreditorenbuchhaltung, Bankzahlung und die Forderungsverwaltung des Lieferanten.

Unternehmen benötigen Zahlungsprozesse, die den richtigen Betrag rechtzeitig übermitteln und einer Rechnung eindeutig zuordnen. Im Euroraum gehören SEPA-Überweisungen, Echtzeitüberweisungen und SEPA-Firmenlastschriften zu den üblichen Verfahren. Die Anbindung an die Buchhaltung hilft Finanzteams, Verpflichtungen zu verfolgen, Zahlungseingänge abzugleichen und den Geldbedarf zu planen.

Ein Lagerleiter bestätigt neben gestapelten Versandpaletten eine Lieferantenzahlung

Was B2B-Zahlungen anders macht

Eine Zahlung zwischen Unternehmen ist meist größer als eine Verbraucherzahlung und durchläuft mehr Schritte. TreviPay nennt Freigaben, die Anbindung an das Backoffice und Zahlungsziele von Wochen. Leitfäden für die USA, etwa von Shopify und Wise, beginnen mit Schecks, ACH und Wires (alle auf Englisch). Im Euroraum wird die Rechnung per Überweisung in den SEPA-Formaten bezahlt.

Die Euro-Zahlungswege für Unternehmen

Die SEPA-Überweisung ist der Standard. Nach Verordnung (EU) 2024/886 muss jeder Zahlungsdienstleister im Euroraum, der sie anbietet, auch die Echtzeitvariante anbieten, gutgeschrieben in zehn Sekunden zu jeder Stunde, und den Empfängernamen vor der Ausführung gegen die IBAN prüfen. Bei einer Lieferantendatei mit Tausenden Posten muss die Empfängerüberprüfung für jede Zahlung passen.

Für wiederkehrende Einzüge zwischen Unternehmen gibt es die SEPA-Firmenlastschrift. Bei der SEPA-Lastschrift für Unternehmen hat der Zahler bei einem autorisierten Einzug kein Erstattungsrecht. Die Bank des Zahlers muss das Mandat vor dem ersten Einzug bestätigen. B2B-Auslandszahlungen außerhalb des Euro oder Europas laufen über Korrespondenzbanken oder andere Wege.

Zahlungsziele und Zahlungsverzug

Zahlungsziele zwischen Unternehmen begrenzt das EU-Recht. Die Zahlungsverzugsrichtlinie setzt 60 Tage als Grenze, außer die Parteien vereinbaren ausdrücklich mehr und das ist für den Gläubiger nicht grob unbillig. Deutschland setzt das in § 271a BGB um, und wer als Unternehmen zu spät zahlt, schuldet nach § 288 BGB neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz und eine Pauschale von 40 Euro. Lieferanten, die nicht warten können, nutzen Lieferkettenfinanzierung oder Factoring.

Von der Rechnung zur Zahlungsdatei

Die E-Rechnung zwischen inländischen Unternehmen wird in Deutschland bis 2028 stufenweise Pflicht, und jede E-Rechnung enthält die IBAN des Empfängers und eine Referenz für den Abgleich. Die Kreditorenbuchhaltung baut daraus die Zahlungsdatei, die Debitorenseite ordnet das Geld zu. Die Schwachstelle ist die geänderte Bankverbindung. Betrüger leiten B2B-Zahlungen durch CEO Fraud oder Rechnungen mit neuer IBAN um. Die Betrugsprävention muss deshalb Absender und Empfänger kontrollieren.

Kommende Payments- und Treasury-Events

Finance Loop und B2B-Zahlungen

Finance Loop ist der Treffpunkt für Banken und Finanzteams, die Geld zwischen Unternehmen bewegen. Finance Loop verbindet die Finance-, IT- und KI-Communities in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg.

Finance Loop unterstützt Wenn Banken „Nein“ sagen, ein halbtägiges Zahlungsverkehrs-Seminar in Frankfurt für Compliance, Treasury, Finanzen, Export und Recht zu blockierten Zahlungen, De-Risking und Sanktionen. Finance Loop ist außerdem Medienpartner von Capital & Code, einer Frankfurter Konferenz, zu deren Publikum Treasurer gehören, die Liquidität und Risiken steuern. Der Report Stablecoins: The Operating Layer for Global B2B Payments von Finance Loop und Venturebloxx untersucht Stablecoins bei grenzüberschreitenden Firmenzahlungen.

Was sind B2B-Zahlungen?

B2B-Zahlungen sind Zahlungen zwischen Unternehmen für Waren und Leistungen. B2B-Zahlungen folgen meist einer Rechnung mit Zahlungsziel und brauchen vor dem Versand eine interne Freigabe.

Wie zahlen Unternehmen in Deutschland?

Unternehmen zahlen per SEPA-Überweisung, als Standard- oder Echtzeitüberweisung, und per SEPA-Firmenlastschrift für wiederkehrende Einzüge. Für Einkäufe und Reisen nutzen sie Firmenkarten.

Wie lang dürfen Zahlungsziele zwischen Unternehmen sein?

Nach EU- und deutschem Recht dürfen Zahlungsziele 60 Tage nur überschreiten bei ausdrücklicher Vereinbarung, die für den Gläubiger nicht grob unbillig ist. Für Behörden als Käufer gelten 30 Tage, in Deutschland höchstens 60.

Was ist die SEPA-Firmenlastschrift?

Die SEPA-Firmenlastschrift ist das Lastschriftverfahren für Zahler, die Unternehmen sind. Die Bank des Zahlers prüft das Mandat vor dem ersten Einzug, und der Zahler kann einen autorisierten Einzug nicht zurückholen.

B2B-Zahlungen und Finance Loop

Finance Loop behandelt B2B-Zahlungen im Track Zahlungsverkehr & digitales Geld, von SEPA und Echtzeitüberweisung bis zu Rechnungsdaten und Stablecoins für Firmenzahlungen. Finance Loop unterstützt das Seminar Wenn Banken „Nein“ sagen und hat mit Venturebloxx einen Report zu Stablecoins bei B2B-Zahlungen veröffentlicht. Termine stehen auf der Event-Seite.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk, das die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen fördert, wie KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr & digitales Geld, Digitale Infrastruktur & Souveränität und Risiko & Compliance.

Bleiben wir in Kontakt

4.000+ Mitglieder aus Finance und Tech. Werden Sie kostenlos Network Member.

Kostenlose Updates!

Exklusive Event-Einladungen, Vorteile für Mitglieder und News. Jederzeit abbestellbar.

Mit dem Absenden akzeptieren Sie die Bedingungen.