Schweizerische Bankiervereinigung

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg, englisch Swiss Bankers Association) ist der Dachverband der Banken in der Schweiz. Sie wurde 1912 in Basel gegründet und hat rund 260 Mitgliedsinstitute, von der Großbank UBS und den Kantonalbanken bis zu Privat- und Auslandsbanken. Sie vertritt diese gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit im In- und Ausland.

Die Bankiervereinigung veröffentlicht jedes Jahr das Bankenbarometer zur Lage der Schweizer Banken und schreibt Selbstregulierung für ihre Mitglieder. Präsident ist seit September 2026 Giorgio Pradelli, CEO der EFG International, CEO seit August 2023 Roman Studer.

Mitglieder, Präsident und CEO

Die Bankiervereinigung (auf Englisch) arbeitet mit Verwaltungsrat, Geschäftsstelle und Fachgremien zu Themen von Bankenstabilität und Kapitalmarkt bis zu Digital Finance, Cybersicherheit, Steuern und nachhaltigen Finanzen. Neben Instituten können auch einzelne Bankfachleute Mitglied werden.

Der Verwaltungsrat wählte Giorgio Pradelli zum Präsidenten, und er übernahm am Bankiertag am 17. September 2026 von Marcel Rohner, der den Verband fünf Jahre geführt hatte. Giorgio Pradelli bleibt CEO der EFG International. Roman Studer, zuvor bei der UBS, leitet die Geschäftsstelle als CEO.

Bankenbarometer 2026

Laut Bankenbarometer 2026 (auf Englisch) steigerten die Banken in der Schweiz ihren aggregierten Jahresgewinn 2025 um 5,8 Prozent auf 73,8 Milliarden Franken. Die verwalteten Vermögen wuchsen um 4,8 Prozent auf 9.729 Milliarden Franken und überschritten im ersten Halbjahr 2026 die Marke von 10.000 Milliarden. Ende 2025 beschäftigten die Banken in der Schweiz 92.002 Vollzeitstellen, 2,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, mit dem Rückgang bei der Großbank.

Im Swiss Banking Outlook, einer Umfrage unter Chefökonomen und Anlagechefs der Mitgliedsbanken, sagen 86 Prozent, ohne erfolgreichen Umgang mit KI verlieren Schweizer Banken international an Boden. Am gesamten Finanzplatz Schweiz erwirtschafteten Banken und Versicherer 2024 9,0 Prozent des BIP.

Kommende Fintech- und Finanz-Events in der Schweiz

Wer ist Mitglied der Bankiervereinigung?

Rund 260 Institute: UBS, die Kantonalbanken, Raiffeisen, Regionalbanken, Privatbanken, Börsenbanken und die Schweizer Töchter ausländischer Banken, dazu Einzelmitglieder.

Was sind die Richtlinien der Bankiervereinigung?

Die Bankiervereinigung schreibt Regeln, die ihre Mitglieder zusätzlich zum Gesetz befolgen, und die FINMA anerkennt einige davon als Mindeststandards. Am bekanntesten ist die Vereinbarung über die Sorgfaltspflicht der Banken bei der Kontoeröffnung, die festlegt, wie Banken Kunden und wirtschaftlich Berechtigte identifizieren.

Schweizerische Bankiervereinigung und Finance Loop

Schweizer und deutsche Banken stehen vor denselben Fragen zu KI, Krypto-Verwahrung und tokenisierten Einlagen, und viele Schweizer Banken betreuen Kunden in Deutschland. Finance Loop bringt Menschen aus Banken beider Länder bei Events zu digitalen Vermögenswerten, Payments und KI im Finanzwesen zusammen.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.

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