Universal Commerce Protocol
Das Universal Commerce Protocol, kurz UCP, ist ein offener Standard für Käufe, die KI-Agenten bei Online-Händlern tätigen. Google startete es am 11. Januar 2026 und entwickelte es mit Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart. Das Protokoll deckt den ganzen Kauf ab, von der Katalogsuche über Warenkorb und Checkout bis zu Bestellstatus und Service.
Händler veröffentlichen auf ihrer Website unter fester Adresse ein Profil mit den Funktionen ihres Shops, etwa Checkout, Bestellungen oder Bonusprogramm. Ein Agent liest das Profil, gleicht es mit seinem eigenen ab und nutzt nur, was beide Seiten verstehen. Der Händler bleibt Verkäufer und behält die Kundenbeziehung.
Wie Händler und Agenten verhandeln
Der Händler veröffentlicht sein Profil unter /.well-known/ucp, und der Agent schickt bei jeder Anfrage die Adresse seines eigenen Profils mit. Der Händler berechnet die Schnittmenge der Funktionen und antwortet damit, wie Shopify den Aufbau beschreibt.
UCP teilt einen Shop in einen Kern mit Checkout-Sitzung, Positionen und Summen, in Funktionen wie Checkout, Orders und Catalog und in Erweiterungen wie Versand. Jeder dieser Teile trägt eine eigene Versionsnummer. Ein Unternehmen definiert Erweiterungen unter seiner Domain ohne zentrales Register, so kann ein Bonusanbieter Punkte für alle Händler veröffentlichen, die ihn nutzen.
Zahlungen in UCP
Für die Zahlung baut UCP auf dem Agent Payments Protocol (AP2) mit Zahlungsmandaten und prüfbaren Nachweisen auf und verknüpft Kundenkonten über OAuth 2.0. Spezifikation, Funktionsliste und Entwicklerleitfäden stehen auf ucp.dev.
Agenten erreichen den Händler über REST oder JSON-RPC, und UCP unterstützt Model Context Protocol und Agent2Agent. So bedient ein Händler mit demselben Profil auch Agenten, die auf MCP-Servern aufbauen.
Checkout in AI Mode und Gemini
Zum Start kündigte Google an, dass UCP einen Checkout für geeignete Produkte im AI Mode der Suche und in der Gemini-App antreiben werde. Käufer zahlen mit Google Pay und den in Google Wallet gespeicherten Zahlarten, PayPal wurde als nächste Option angekündigt. Mehr als 20 Unternehmen unterstützen das Protokoll, darunter Adyen, American Express, Mastercard, Stripe, Visa und Zalando.
Am 15. Oktober 2026 startete Google den Universal Cart in den USA, einen Warenkorb in Suche und Gemini, der Produkte mehrerer Händler sammelt und über UCP bezahlt. Nike, Sephora, Target, Walmart und Wayfair waren von Anfang an dabei und blieben jeweils Verkäufer.
UCP und ACP im Vergleich
Das Agentic Commerce Protocol von OpenAI und Stripe regelt den Checkout zwischen Agent und Händler und den Token für den Zahlungsdienstleister. UCP deckt mehr ab, von der Katalogsuche bis zur Bestellverwaltung, und überlässt den Zahlungsnachweis AP2. Wer über ChatGPT und über Google verkauft, setzt daher beide Protokolle um.
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Was ist UCP?
UCP ist das Universal Commerce Protocol, ein offener Standard von Google und Shopify für Käufe durch KI-Agenten. Es legt fest, wie Agenten Produkte finden, bezahlen und Bestellungen bei jedem Händler mit UCP-Profil verfolgen.
Wer hat das Universal Commerce Protocol entwickelt?
Google entwickelte UCP zusammen mit Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart. Code und Spezifikation liegen als offenes Projekt auf GitHub, wo andere Unternehmen Änderungen vorschlagen können.
Gilt UCP nur für den Handel?
Das Projekt erweitert das Protokoll über den Handel hinaus auf weitere Branchen. Ein Entwurf für Unterkünfte liegt vor, eine Fassung für Essensbestellungen ist auf ucp.dev angekündigt.
Gibt es den UCP-Checkout in Europa?
Zum Start funktionierte der Checkout über UCP mit geeigneten Händlern in den USA. Auch der Universal Cart vom Oktober 2026 startete nur in den USA, einen Termin für die EU nannte Google nicht.
Universal Commerce Protocol und Finance Loop
Finance Loop behandelt UCP und die anderen Bausteine von Agentic Payments im Themenfeld Zahlungsverkehr und digitales Geld. Finance Loop ist Medienpartner von Capital & Code in Frankfurt, einer Konferenz, deren Programm KI und agentische Zahlungen umfasst.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk mit dem Ziel, die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranzutreiben, etwa KI, digitale Zahlungen sowie Cloud- und Blockchain-Lösungen. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, in vier Themenfeldern Know-how und persönliche Netzwerke aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.