Swissquote

Swissquote ist eine Schweizer Online-Bank mit Hauptsitz in Gland am Genfersee und war 2017 nach eigener Darstellung die erste Schweizer Bank mit Kryptohandel. Ihre Kunden in der Schweiz handeln heute 55 Kryptowährungen auf SQX, der von Swissquote selbst entwickelten Börse, und halten die Coins in einem Wallet in ihrem normalen Bank- und Handelskonto.

Kunden können die meisten Coins an externe Wallets senden, vier Netzwerke staken und zahlen Handelsgebühren, die mit steigendem Monatsvolumen von 1 auf 0,08 Prozent sinken. In Luxemburg bietet die Swissquote Bank Europe bis zu 40 Kryptowährungen an, und das ESMA-Register führt ihre MiCA-Lizenz für Verwahrung, Auftragsausführung und Transfers ab 24. April 2026.

Swissquote Krypto: 55 Coins und die Börse SQX

Kunden von Swissquote in der Schweiz handeln 55 Kryptowährungen, darunter Bitcoin und Ether, und besitzen die tatsächlichen Coins in ihrem Swissquote-Wallet. SQX, die von Swissquote gebaute Kryptobörse, bündelt Liquidität großer externer Börsen, von Swissquote selbst und von ihren Kunden, um Geld- und Briefkurse zu stellen. Mit erweiterten Ordertypen steuern Kunden genauer, zu welchem Kurs ein Geschäft ausgeführt wird.

Das Krypto-Wallet liegt im selben Konto wie Aktien, ETFs und ein Schweizer Mehrwährungskonto mit eigener IBAN. Mit den kryptofreundlichen Debitkarten von Swissquote zahlt ein Kunde im Geschäft und tauscht nur den Betrag, den der Kauf braucht.

Krypto-Gebühren: Maker- und Taker-Stufen

Swissquote berechnet Krypto-Geschäfte nach einem Maker-Taker-Modell, das sich am Handelsvolumen der letzten 30 Tage orientiert. Neue Kunden starten bei 1 Prozent für Maker- und Taker-Orders, über zehn Stufen sinkt die Gebühr auf 0,08 Prozent für Maker und 0,18 Prozent für Taker ab 60 Millionen Monatsvolumen. Stempelsteuer und Börsenabgabe fallen auf Krypto-Geschäfte nicht an.

Krypto-Bestände zählen zur normalen Depotgebühr, die bis 50.000 Franken Vermögen 20 Franken pro Quartal beträgt und über 150.000 Franken höchstens 50 Franken pro Quartal. Für Vermögen über 1 Million Franken kommen 0,0075 Prozent pro Quartal für die externe Verwahrung hinzu.

Krypto-Wallet, Transfers und Auszahlungen

Das Wallet hält die Coins in der Kryptoverwahrung der Bank, und Kunden senden und empfangen die meisten Coins auf ihrer eigenen Blockchain, viele Token über das Ethereum-Netzwerk. Ein Whitelisting gibt jede externe Adresse frei, bevor Coins dorthin gehen können. Eine Einzahlung ab 500 US-Dollar ist kostenlos, eine kleinere kostet 10 US-Dollar, und eine Auszahlung von Bitcoin, Ether oder einem anderen Coin aus der Gebührentabelle kostet 10 US-Dollar.

Kommende Krypto- und Digital-Asset-Events in der Schweiz

Staking von Ether, Solana, Cardano und Polkadot

Im Crypto hub ihres Kontos können Kunden Ether, Solana, Cardano und Polkadot direkt staken. Swissquote behält 20 Prozent der Erträge als Gebühr und zahlt den Rest einmal pro Woche am Dienstag aus. Der Staking-Leitfaden der Bank nennt je Coin den geschätzten Bruttoertrag, die Sperrfrist vor dem Unstaking, die Bearbeitungszeit und den Einsatz eines Unterverwahrers.

Swissquote Luxembourg und MiCA

Swissquote kaufte 2018 die Luxemburger Bank Internaxx, die heute Swissquote Bank Europe SA heißt. Ihre Kunden handeln und halten bis zu 40 Kryptowährungen rund um die Uhr in einem Anlagekonto, und die Bank nennt sich die erste Online-Bank der Europäischen Union mit eingebautem Kryptodienst. Das ESMA-Register, auch in der MiCA-Lizenzliste abgebildet, nennt den 24. April 2026 als Datum ihrer Zulassung für Verwahrung, Auftragsausführung und Transfers.

Bank in Gland, Aktie und Yuh

Die Swissquote Group Holding AG hat ihren Hauptsitz in Gland im Kanton Waadt, wo sie 2008 ihren ersten eigenen Hauptsitz bezog, und ihre Aktien werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Die Gruppe beschäftigt 1.511 Mitarbeitende in 12 Büros und meldete per 30. Juni 2026 Kundenvermögen von 96,3 Milliarden Franken und 1.220.818 Konten. Im selben Halbjahr sank ihr Netto-Kryptoertrag um 66,2 Prozent auf 14,6 Millionen Franken, nachdem die Krypto-Handelsvolumen zurückgingen.

Marc Bürki, einer der Gründer, ist CEO der Gruppe. 2021 startete Swissquote zusammen mit PostFinance die App Yuh, seit 2025 gehört Yuh vollständig Swissquote.

Swissquote und Finance Loop

Banken, Vermögensverwalter und Fintechs im Netzwerk von Finance Loop befassen sich mit den Leistungen von Swissquote, etwa mit Kryptohandel, Verwahrung und Staking in einem Online-Bankkonto. Finance Loop diskutiert diese Leistungen im Bereich Investment und digitale Vermögenswerte und die Regeln dahinter im Bereich Risiko und Compliance.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.

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