Finoa

Finoa ist ein deutsches Unternehmen, 2019 gegründet, das Infrastruktur für Firmen baut, die Kapital in Kryptowerte und Blockchain-Netze verlagern. Zu den Kunden zählen Family Offices, Vermögensverwalter, Unternehmen, Wagniskapitalfonds und Stiftungen, die Verwahrtechnik, Staking und Handelszugang brauchen. Die Finoa GmbH ist in Potsdam eingetragen, das Staking-Geschäft läuft als eigene Gesellschaft in Berlin.

Diese Gesellschaft heißt Finoa Consensus Services, besteht seit 2022 und betreibt mehr als 10.000 Validatoren auf Proof-of-Stake-Netzen wie Ethereum und NEAR und auch Validatoren im Canton Network. Institutionen delegieren ihre Token an diese Validatoren oder mieten Validatoren unter eigener Marke, und die Netze zahlen Belohnungen für die Validierung. Die Server stehen in deutschen Rechenzentren, und Ersatz-Validatoren laufen in der Cloud.

Staking für Banken, Vermögensverwalter und Family Offices

Finoa Consensus Services bietet institutionellen Kunden die Wahl zwischen drei verschiedenen Staking-Modellen. Beim delegierten Staking bleiben die Token in der eigenen Wallet oder beim Verwahrer, und der Kunde weist sie einem Validator des Berliner Teams zu. Mit White-Label-Validatoren bietet eine Bank, ein Neobroker oder ein Fintech Staking unter eigenem Namen an, während die Server bei Finoa Consensus Services bleiben (auf Englisch). Node as a Service stellt einem Kunden eigene Nodes auf dieser Infrastruktur bereit, mit Liquid Staking, Distributed Validator Technology und Maximal Extractable Value, wo ein Netz sie unterstützt.

Vermögensverwalter ergänzen so Portfolios digitaler Vermögenswerte um Staking-Erträge, ohne einen eigenen Validatorbetrieb aufzubauen. Family Offices erhalten getrennte Validatoren und auf Wunsch private Validatoren mit vollem Einblick in die Leistungsdaten. Unternehmen mit Kryptowerten in der Treasury staken diese Bestände, während Finoa Consensus Services Überwachung und Software-Updates übernimmt.

Verwahrung, Lizenzen und MiCAR

Finoa begann als Verwahrer digitaler Vermögenswerte und erhielt 2023 drei Erlaubnisse der BaFin (auf Englisch), für Kryptoverwahrung, Kryptobrokerage und Eigenhandel. Im Dezember 2023 sammelte das Unternehmen 15 Millionen Dollar in einer Runde unter Führung von Maven 11 Capital und Balderton Capital ein (auf Englisch). Heute bezeichnet sich die Finoa GmbH als Anbieter von Technologie-Infrastruktur und ist kein zugelassener Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen nach MiCAR.

Finoa erklärt, dass es weder Kundenvermögen noch die Schlüssel dazu verwahrt und dass ein lizenziertes Unternehmen jeden regulierten Dienst auf seiner Technik betreiben muss. Eine Institution, die in Deutschland einen lizenzierten Verwahrer braucht, wählt deshalb unter den Banken und Verwahrern mit BaFin-Erlaubnis für das Kryptoverwahrgeschäft. Staking über Finoa Consensus Services funktioniert mit Beständen bei einem solchen Verwahrer oder in einer Wallet, die der Kunde selbst kontrolliert.

Netze und Ertragsraten

Ethereum, das Canton Network und Monad führen die Liste der unterstützten Netze an, dazu kommen Aztec, Espresso, Kii Chain und NEAR sowie Testnet-Betrieb auf GenLayer. Für Ethereum nennt das Unternehmen eine geschätzte Jahresrendite von 2,60 bis 3,80 Prozent (auf Englisch), für NEAR nennt es 4,60 bis 5,50 Prozent. Finoa Consensus Services weist darauf hin, dass diese Werte Momentaufnahmen der Netze und keine Garantie sind, weil Beteiligung, Inflation, Provisionen und Validatorleistung sie verändern.

Blockchain- und Digital-Asset-Events in Deutschland

Wer steht hinter der Finoa GmbH und Finoa Consensus Services?

Die Finoa GmbH ist beim Amtsgericht Potsdam unter HRB 32451 P eingetragen, und Christopher May und Sven Niederheide vertreten sie. Die Finoa Consensus Services GmbH sitzt in der Rosenstraße 2 in Berlin, ihr Geschäftsführer ist Daniel Schrader. Das Staking-Unternehmen meldet mehr als zwei Milliarden Dollar delegierter Werte zum Höchststand (auf Englisch) und hält ein AAA-Rating von StakingRewards.

Was eine Delegation vor Slashing schützt

Slashing ist die Strafe, die ein Proof-of-Stake-Netz verhängt, wenn ein Validator gegen die Regeln verstößt, etwa mit zwei widersprüchlichen Blocksignaturen, und sie vernichtet einen Teil des Einsatzes. Finoa Consensus Services betreibt eigene Server in Deutschland mit Ersatz-Validatoren in der Cloud und einer Rufbereitschaft rund um die Uhr, damit die Validatoren online bleiben. Das Protokollrisiko selbst trägt der Delegierende, deshalb prüft eine Institution vor dem Einsatz die Slashing-Regeln jedes Netzes.

Finoa und Finance Loop

Finance Loop behandelt Staking, Kryptoverwahrung und die MiCA-Regeln dahinter im Bereich Investment und digitale Vermögenswerte. Finoa ist ein deutsches Unternehmen, das von der regulierten Verwahrung zur Staking-Infrastruktur für Banken, Vermögensverwalter und Family Offices gewechselt ist.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.

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