Meria
Meria ist eine französische Plattform für Investitionen in Kryptowerte, die Owen Simonin 2017 unter dem Namen Just Mining gegründet hat. Kunden kaufen, verkaufen und tauschen mehr als 50 Kryptowerte, richten Sparpläne ein und erzielen Erträge über Staking und Lending, und Unternehmen und Finanzberater eröffnen eigene Geschäftskonten.
Meria nennt mehr als 150.000 Anleger und 350 Millionen Euro unter Verwaltung und Delegation. Im Juni 2026 ließ die französische Aufsicht AMF das Unternehmen nach der MiCA als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen zu, womit es seine Dienste in der ganzen EU anbieten kann. Meria betreibt außerdem Validatoren als Staking-Anbieter für Institutionen.
Von Just Mining zu Meria
Owen Simonin gründete das Unternehmen im Mai 2017 in Metz unter dem Namen Just Mining. Es ließ sich 2021 bei der AMF als Dienstleister für digitale Vermögenswerte registrieren, als sogenannter PSAN, und benannte sich im Dezember 2022 in Meria um, fünf Jahre nach dem Start in Metz.
Owen Simonin ist in Frankreich als Hasheur bekannt, unter diesem Namen veröffentlicht er Videos über Kryptowerte. Laut Cryptoast sagt Owen Simonin, dass Meria nie Geld in einer echten Finanzierungsrunde aufgenommen hat.
Zulassung nach der MiCA
Die AMF ließ Meria am 22. Juni 2026 als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen zu. Die Zulassung umfasst alle Kryptowerte-Dienste, darunter Verwahrung, Tausch, Ausführung von Aufträgen, Beratung, Portfolioverwaltung und Transfers, und sie folgt auf die PSAN-Registrierung, deren Übergangsfrist in Frankreich bis Juli 2026 lief.
Mit einer CASP-Lizenz aus einem Mitgliedstaat kann eine Firma ihre Dienste nach einer Mitteilung an die dortigen Aufsichten auf die anderen EU-Länder ausweiten. Die Besteuerung bleibt national, und Gewinne französischer Kunden folgen den Regeln der Krypto-Steuer in Frankreich.
Staking-Anbieter für Institutionen
Neben der Plattform für Privatkunden betreibt Meria Validatorknoten in Proof-of-Stake-Netzen und bietet sie Institutionen als Staking-Anbieter an. Ein Vermögensverwalter, eine Bank oder ein ETP-Emittent kann Token an diese Validatoren delegieren und sie bei der eigenen Verwahrstelle behalten, während Meria die Infrastruktur betreibt und die Erträge weitergibt.
Für solche Kunden zählen die Verfügbarkeit der Validatoren, das Slashing-Risiko und das Reporting der Erträge, Fragen, die jeder Staking-Anbieter in Europa beantworten muss.
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Was ist Meria?
Meria ist eine Krypto-Plattform aus Frankreich, die die AMF nach der MiCA zugelassen hat. Sie bietet Handel mit mehr als 50 Kryptowerten, Sparpläne, Portfolio-Bündel, Staking, Lending und Verwaltungsmandate für Privatanleger, Unternehmen und Finanzberater.
Staking bei Meria
In Proof-of-Stake-Netzen delegiert Meria die Token seiner Kunden an Validatoren und zahlt einen Anteil der Netzwerkerträge aus. Gestakte Token können für die Unbonding-Frist des Netzes gesperrt sein, und die Erträge ändern sich mit Aktivität und Regeln jeder Chain, wie bei allen Formen von Krypto-Staking.
Lending und Zinsen auf Stablecoins
Meria zahlt außerdem Zinsen auf Stablecoins und auf Bitcoin. Solche Zinsen stammen meist aus dem Verleihen der Werte an Kreditnehmer. Das ist eine andere Ertragsquelle als Staking und bringt das Kreditrisiko des Kreditnehmers mit, das Kunden auch bei einer MiCA-Lizenz der Plattform tragen.
Owen Simonin alias Hasheur
Owen Simonin hat Meria gegründet und führt das Unternehmen als CEO. Unter dem Namen Hasheur veröffentlicht er Videos über Kryptowerte für ein französisches Publikum, und viele Suchanfragen nach Meria ergänzen den Namen der Plattform um sein Pseudonym.
Aus Frankreich in Kryptowerte investieren
Französische Anleger kaufen Kryptowerte über ausländische Börsen, über französische Plattformen wie Meria oder über Banken und Broker, die den Kryptohandel aufgenommen haben. Nach der MiCA braucht jeder Anbieter, der sie bedient, eine CASP-Zulassung der AMF oder der Aufsicht eines anderen EU-Mitgliedstaats.
Meria und Finance Loop
Finance Loop behandelt Krypto-Plattformen und Staking-Anbieter wie Meria im Bereich Investment und digitale Vermögenswerte und ihre MiCA-Lizenzen im Bereich Risiko und Compliance. Finance Loop bringt bei seinen Web3-Meetups in Frankfurt Menschen aus Banken, Vermögensverwaltern und Fintechs mit Web3-Entwicklern zusammen.
Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will die institutionelle Nutzung neuer Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Kompetenzen und persönliche Netzwerke in diesen Bereichen aufzubauen: Investment und digitale Vermögenswerte, Zahlungsverkehr und digitales Geld, Digitale Infrastruktur und Souveränität und Risiko und Compliance.