Krypto in Europa

In der EU gilt für Krypto ein einziges Regelwerk: MiCA lizenziert Börsen und Stablecoin-Emittenten. Dazu kommen die Städte, in denen Krypto-Firmen ihren EU-Sitz aufbauen, die aktuellen Aufgaben der Compliance-Teams und die Konferenzen, auf denen sich Banken und Krypto-Firmen treffen. Aktuelle Termine stehen im Kalender weiter unten.

Krypto in Europa: ein regulierter Markt

Krypto in Europa folgt einem einzigen Regelwerk. Wer in der Europäischen Union für Kunden Kryptowerte tauscht, verwahrt oder überträgt, braucht eine Lizenz als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen (CASP) nach MiCA, der Verordnung über Märkte für Kryptowerte. Eine Lizenz einer nationalen Aufsicht erlaubt das Geschäft in allen Mitgliedstaaten. Wer aus Banken, Vermögensverwaltung oder Börsen kommt, kennt die Logik: Zulassung, Eigenkapital, Governance und Verhaltensregeln funktionieren wie bei Wertpapieren und Zahlungsdiensten.

Die klassische Marktinfrastruktur rückt in das Feld vor. Die Gruppe Deutsche Börse kaufte für 200 Millionen Dollar 1,5 Prozent an Kraken, und beide arbeiten bei Handel, Verwahrung, Abwicklung, Sicherheitenverwaltung und tokenisierten Assets zusammen. In Frankfurt ließ die BaFin 21X unter dem DLT-Pilotregime der EU als Blockchain-Handels- und Abwicklungsplatz für tokenisierte Wertpapiere zu.

Krypto-Regulierung in der EU

MiCA teilt Token in drei Gruppen. E-Geld-Token bilden eine amtliche Währung ab, vermögenswertreferenzierte Token einen Korb von Werten, und alle übrigen Kryptowerte, Bitcoin eingeschlossen, bilden die dritte Gruppe. Ein Euro- oder Dollar-Stablecoin ist ein E-Geld-Token und darf nur von einer Bank oder einem E-Geld-Institut ausgegeben werden. Circle erhielt eine E-Geld-Lizenz der französischen ACPR und gibt USDC und seinen Euro-Coin EURC nach diesen Regeln aus.

Die Übergangszeit ist vorbei. Die Mitgliedstaaten durften Firmen, die schon nach nationalem Recht tätig waren, eine Zeit lang weiterarbeiten lassen, und diese Fristen sind abgelaufen. Die ESMA forderte Krypto-Firmen ohne Lizenz auf, keine EU-Kunden mehr zu bedienen, und rät Anlegern, einen Anbieter vor der Überweisung im MiCA-Register der ESMA zu prüfen.

Zwei weitere Regeln bestimmen den Alltag. Die Geldtransferverordnung überträgt die Travel Rule auf Krypto: Ein CASP schickt bei jeder Übertragung die Namen von Absender und Empfänger mit, wie Banken bei Überweisungen. Und die neue EU-Behörde zur Geldwäschebekämpfung AMLA sitzt in Frankfurt. Sie wird rund 40 grenzüberschreitend tätige Finanzfirmen mit hohem Geldwäscherisiko direkt beaufsichtigen, darunter auch Krypto-Firmen.

Krypto-Standorte und Krypto-Firmen in Europa

Weil eine Lizenz in der ganzen Union gilt, wählen Krypto-Firmen in Europa eine Heimataufsicht und bauen ihren EU-Sitz um sie herum auf. Vier Städte fallen auf.

München und Berlin haben große Entwicklerszenen, beschrieben unter Blockchain in München und Blockchain in Berlin. Zürich und Zug liegen außerhalb der EU und folgen Schweizer Recht.

Womit sich Krypto-Teams in Europa gerade befassen

Die Alltagsfragen im europäischen Krypto-Geschäft sind die eines regulierten Unternehmens. Wer die Zulassung hat, muss sie jetzt leben: Eigenkapital, Auslagerung, Beschwerdemanagement, Überwachung auf Marktmissbrauch. Banken entscheiden, ob sie Verwahrung und Handel selbst aufbauen oder bei einem lizenzierten Partner einkaufen. Vermögensverwalter prüfen börsengehandelte Bitcoin-Produkte und tokenisierte Fonds. Payment-Teams vergleichen Euro-Stablecoins mit Echtzeitüberweisungen.

Als Nächstes kommt die Steuermeldung. Nach DAC8 erfassen Krypto-Plattformen die Transaktionen von Kunden mit Wohnsitz in der EU und melden sie an die Steuerbehörden, die die Daten untereinander austauschen. Kunden sollten davon ausgehen, dass das Finanzamt ihre Trades sieht.

Kommende Krypto- und Blockchain-Events in Europa

Finance Loop und Krypto-Konferenzen in Europa

Finance Loop ist der Treffpunkt für Leute aus Banken, Vermögensverwaltung, Fintechs und Krypto-Firmen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz an diesen Fragen arbeiten. Es verbindet die Finance-, IT- und KI-Communitys und veranstaltet Events in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg.

In Europa war Finance Loop Partner dieser Krypto- und Blockchain-Events:

Finance Loop hat außerdem Partnerschaften mit der Krypto-Börse OKX, die in Europa mit MiCA-Lizenz arbeitet, und mit BTC-ECHO, einer Medienplattform für Bitcoin und Blockchain in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Frankfurt unterstützte es die Bybit EU x Circle Roadshow mit Panels zu Stablecoins und Krypto-Anwendungen in Europa.

Wer über Bitcoin einsteigt, findet die eintägige Masterclass Bitcoin for Investors in Frankfurt, München und Berlin.

Welche Städte sind Krypto-Standorte in Europa?

In Luxemburg, Wien, Paris und Frankfurt sitzen große Krypto-Firmen und ihre Aufsichten. Coinbase führt sein EU-Geschäft aus Luxemburg, Bitpanda aus Wien, Circles Euro-Stablecoin wird in Frankreich ausgegeben, und in Frankfurt sitzen EZB, Deutsche Börse und AMLA. Berlin und München haben viele Krypto-Startups und Entwicklerteams.

Brauchen Krypto-Börsen in Europa eine Lizenz?

Ja. Eine Krypto-Börse mit Kunden in der EU braucht eine CASP-Lizenz nach MiCA, erteilt von der Aufsicht des Mitgliedstaats, in dem sie sitzt, etwa der BaFin in Deutschland oder der CSSF in Luxemburg. Diese Lizenz gilt dann in jedem EU-Land. Prüfen Sie den Anbieter im ESMA-Register, bevor Sie ein Konto eröffnen.

Wie wird Krypto in Europa besteuert?

Die Krypto-Steuer ist Sache der Staaten, jedes Land legt eigene Sätze und Haltefristen fest. In Deutschland behandelt das Bundesfinanzministerium den Verkauf privat gehaltener Kryptowerte nach mehr als einem Jahr als steuerfrei, ein Gewinn im ersten Jahr ist steuerpflichtig. Die Meldung ist europäisch: Nach DAC8 teilen die Plattformen den Steuerbehörden mit, was ihre Kunden gekauft und verkauft haben.

Welche Krypto-Konferenzen gibt es in Europa?

Die European Blockchain Convention in Barcelona hat mehr als 300 Speaker. Im deutschsprachigen Raum gibt es die Crypto Assets Conference in Frankfurt, die TUM Blockchain Conference in München und die Vienna Blockchain Week. Das Point Zero Forum in Zürich behandelt Krypto zusammen mit Zentralbankthemen und KI. Termine dieser und kleinerer Krypto-Events in Europa stehen im Eventkalender.

Krypto in Europa und Finance Loop

Finance Loop bringt Leute aus der klassischen Finanzwelt und aus Krypto-Firmen bei seinen Events und bei den oben genannten Partnerkonferenzen zusammen. Gegründet in Deutschland, Österreich und der Schweiz, verbindet es die europäischen Standorte miteinander.

Finance Loop ist ein Experten-Netzwerk und will neue Technologien im Finanzwesen voranbringen, wie KI, Tokenisierung, Stablecoins und DeFi. Finance Loop hilft seinen Mitgliedern, Fähigkeiten und persönliche Netzwerke in diesen Feldern aufzubauen: Investment & digitale Vermögenswerte, Payments & digitales Geld und Risk & Compliance.

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